Programm 2017

Das Wahlprogramm der Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure Bochum zur Wahl des 50. Studierendenparlamentes der Ruhr-Universität Bochum

NAWI – Pragmatische Politik seit 2009

Wir von der NAWI gestalten seit unserer Gründung das studentische Leben aktiv mit. Mit unseren Partnern (GeWi, ReWi, IL, Juso HSG) haben wir uns in den letzten Jahren für deine Interessen eingesetzt und viel geschafft. Es gibt aber auch noch viel zu tun.

Unser Grundsatz heißt Pragmatismus. Wir sorgen dafür, dass dein Sozialbeitrag (insgesamt über eine Million Euro) weiterhin nicht bei hochschulfernen Projekten landet. Die Studierendenschaft darf nicht von allgemeinpolitischen Parteien instrumentalisiert werden und muss eine starke Vertretung für alle Studierende sein. Wir als NAWI treten klar als unabhängige und außerhalb des politischen Spektrums stehende Hochschulgruppe zur Wahl an. Es ist dabei zu unterstreichen, dass wenn unsere Meinung zu einem Thema gebildet wurde, diese keinesfalls festgefahren und unverrückbar ist, sondern jederzeit hinterfragt und von Grund auf neu diskutiert werden kann.

In den letzten AStA-Jahren mit NAWI-Beteiligung haben wir für mehr Transparenz in der Arbeit der Studierendenvertretung gesorgt. Es ist uns wichtig, dass das so bleibt.  Außerdem wirst du durch unser Motto „Von Studies für Studies“ stets im Mittelpunkt unserer Hochschularbeit stehen.

Transparenz & Kommunikation

In der Politik ist Transparenz wichtig. Wenn wir für euch Entscheidungen treffen, habt ihr ein Recht darauf, darüber umfassend informiert zu werden.  Und zwar nicht nur über die Ergebnisse, sondern über den gesamten Entscheidungsprozess. So besteht die Möglichkeit, Kritik oder Anregungen einzubringen. Davon profitieren alle.

Wir sind der Meinung, dass in dieser Hinsicht in der Hochschulpolitik noch Verbesserungspotenzial besteht. Zwar sind die Sitzungen und Protokolle der meisten Gremien öffentlich, aber aktiv nach außen kommuniziert wird wenig. Das ohnehin geringe Interesse an Hochschulpolitik wird dadurch nicht gefördert. Die geringen Wahlbeteiligungen sprechen für sich.

Die Arbeit der Gremien der studentischen Selbstverwaltung, wie beispielsweise Studierenden­parlament oder AStA muss deshalb transparenter werden. Das wollen wir auf zwei Wegen erreichen:

  • Die Gremien sollen über ihre Arbeit kontinuierlich selbst berichten. Über Internetseiten und Facebook können laufende Projekte, Sitzungsbeschlüsse und Ideen für die Zukunft veröffentlicht werden, um die Arbeit transparenter zu gestalten.
  • Die bsz soll in ihrer Rolle als studentisches Campusmedium gestärkt werden. Durch regelmäßige Berichte von Sitzungen kann man die relevanten Neuigkeiten gut an die Studierenden kommunizieren und das Interesse an hochschulpolitischen Themen fördern.

Darüber hinaus wollen wir die bsz besser an die Interessen der Studierenden anpassen. Durch eine umfangreiche Befragung wollen wir herausfinden, welche Themen euch interessieren und wie wir das Angebot für euch verbessern können.

Studieren, mit Kind

Das Studieren mit Kind stellt eine große Herausforderung dar. Insbesondere fehlt es an Betreuungsplätzen und familiengerechten Studienbedingungen.
Deshalb haben wir mit unserer Koalition die Projektstelle für Studierende mit Kind(ern) geschaffen. Aber es gibt noch viel mehr zu tun.

Wir fordern ausreichende Betreuungsplätze für alle Kinder von Studierenden. Des Weiteren unterstützen wir Initiativen wie Unizwerge e.V.

Studieren, ohne Einschränkungen

Das barrierefreie Erreichen von Gebäuden und Seminarräumen oder des gesamten Campus ist nach wie vor schwierig.

An vielen Stellen gibt es keine elektrische Öffnung der Türen. Wir fordern daher unabhängig von langfristigen Modernisierungsplänen, dass die Türen jetzt schon entsprechend ausgestattet werden, so dass Rollstuhlfahrer keine schweren Türen selber öffnen müssen.

Wir werden eng mit dem Autonomen Referat für Menschen mit Behinderungen zusammenarbeiten, um diese Verbesserungen zu erreichen.

Lernen, wann du willst

Das Studium kann längst nicht mehr wie eine 40-Stunden-Woche wahrgenommen werden. Dies hat unterschiedliche Gründe wie Jobben neben dem Studium, Praktika, die Pflege oder Betreuung eines Angehörigen oder Kindes, oder auch schlichtweg unterschiedliche Lieblingslernzeiten. Es soll dir daher nicht vorgeschrieben werden, wann und wo du lernst.

Wir fordern mehr offene Lernräume, längere Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek und Aufzeichnung von mehr Vorlesungen.

Die RUB muss digital bleiben

Der Aktuelle Konflikt zwischen den NRW-Unis und der VG Wort über die künftige Abrechnung von Textmaterialien auf Onlineplattformen wie Blackboard und Moodle wird ohne Einigung dazu führen, dass alle Texte und Paper bis Ende März 2017 gelöscht werden müssen.

Wir fordern den Ausbau digitaler Angebote und nicht deren Einstellung! Deshalb fordern wir das Rektorat der RUB auf, in den Verhandlungen mit der VG Wort standfest zu bleiben und eine Lösung zu finden, die die Zukunft der digitalen Lehre sicherstellt. Als Vertretung der Studierenden der RUB möchten wir den Verhandlungsprozess kritisch begleiten, zum Beispiel mit einem offenen Brief oder Protestaufrufen.

W-LAN für Alle!

Die Qualität und die Abdeckung des W-LAN-Netzes ist an der RUB in den letzten Semestern stark verbessert worden: Im letzten Jahr wurden in der Universitätsbibliothek mehrere neue Access Points eingerichtet und die Grünfläche vor GA hat erstmals eine Netzabdeckung erhalten. Das Kulturcafé, der CopyShop und die Druckerei wurden mit einer neuen W-LAN Infrastruktur ausgestattet.

Im kommenden Jahr wollen wir dafür sorgen, dass ein W-LAN Melder im AStA realisiert wird, damit anschließend noch mehr Funklöcher auf dem Campus geschlossen werden können. Dafür wollen wir zusammen mit der UV neue Mittel vom Land beantragen.

Die Wohnheim-Evolution

Der Wohnungsbestand bei den AKAFÖ-Wohnheimen ist oft nicht mehr Stand der Technik und auch dadurch gibt es hohe Nebenkosten. Wir sehen großen Modernisierungsbedarf von Küchen, Toiletten, Heizungs- und Beleuchtungsanlagen. Es fehlt Geld für die Modernisierung, da Landessubventionen nicht ausreichend an die erhöhte Studierendenanzahl angepasst werden.

Wir fordern eine Modernisierung der AKAFÖ-Wohnheime und setzen uns beim Land für eine Anpassung der Subventionen an die erhöhte Studierendenzahl ein.

Ansprechpartner für Wohnheime

Wir unterstützen die Wohnheime und fördern beispielsweise seit Jahren die Heimräte und deren Projekte finanziell. Wir wollen diese Kontakte durch einen festen Ansprechpartner im AStA verstetigen. Der Ansprechpartner soll eine Schnittstelle zwischen AStA, den Heimräten und dem AKAFÖ sein.

Selbstverteidigung und Erste Hilfe

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis und ein Grundrecht! Mit dem AStA Selbstverteidigungskurs, kompetenten Beratungsangeboten durch den Weißen Ring e.V. und Infoveranstaltungen zu Gewalt- und Kriminalitätsprävention setzen wir uns aktiv für mehr Sicherheit auf dem Campus und in der Stadt ein.

Diese Arbeit wollen wir fortsetzen, intensivieren und mit weiteren Angeboten wie Erste-Hilfe-Kursen ausbauen.

Infoveranstaltungen

Krankenversicherung, Rundfunkbeiträge, die Wahl der studentischen Gremien – Wie funktioniert das alles? Bei vielen wichtigen Themen gibt es Erklärungsbedarf. Oft können nur Experten die Detailfragen beantworten.

Wir möchten als AStA neben kulturellen und sozialen Veranstaltungen auch Informationsveranstaltungen anbieten, bei denen eingeladene Experten eure Fragen beantworten.

Kulturcafé mit Platz für Alle!

Das KulturCafé wurde in den letzten Jahren nach gewohnheitsrechtlichen Grundsätzen geführt und auch von Seiten der Bauverwaltung so anerkannt. Wir setzen uns dafür ein, dass der Sanierungsbedarf anhand einer Studie ermittelt wird: Hierzu müssen gemeinsam mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb und der Universitätsverwaltung die Baugenehmigungen aktualisiert und das KulturCafé umgebaut werden.

 

Strandbar erhalten

Die Strandbar liegt in der Nähe des Gebäude GB und wurde in der Vergangenheit für verschiedene Events genutzt. Das AKAFÖ möchte aus wirtschaftlichen Gründen die Strandbar nicht mehr selber nutzen und sie an die Studierendenschaft vermieten.

Wir möchten mit dem AKAFÖ verhandeln und die Strandbar erhalten: Der AStA kann die Strandbar den Fachschaften für Grillfeste anbieten oder für Partys und Events nutzen. In der Strandbar kann im Hochsommer ein AStA-Verleih angeboten werden, der Liegestühle, Decken und Sportgeräte anbietet.

Die Strandbar muss erhalten bleiben und durch die Studierendenschaft genutzt werden.

Mehr Partys auf dem Campus!

Das KulturCafé bietet bereits für kleinere Partys Raum, für größere Veranstaltungen bietet sich die Mensa an. Jedoch sind die Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungsorte seit 2007 und die Hygienestandards der „neuen“ Mensa für Fachschaften alleine quasi unerfüllbar. Deshalb finden Studi-Partys häufig in Discos an abgelegenen Orten statt.

Damit eine Mensaparty stattfinden kann wollen wir eine Kooperation mit dem AStA und dem AKAFÖ Kulturbüro boskop ermöglichen. Fachschaften wollen wir anbieten, sich an der Kooperation zu beteiligen.

Es müssen wieder Partys auf dem Campus gefeiert werden!

Kulturflatrate ausbauen!

Das Projekt Theater-Flatrate gemeinsam mit dem Schauspielhaus Bochum läuft bereits seit einigen Jahren und kann als voller Erfolg verbucht werden. In diesem Jahr haben wir als neues Angebot günstige Cocktailkurse für euch organisiert.

Im Vergleich zu den Kulturangeboten anderer Studierendenschaften ist jedoch Nachholbedarf festzustellen. Um euer Kulturangebot auszubauen, haben wir im Jahr 2016 Kontakt mit dem Varieté et cetera aufgenommen und hoffen, dass wir diese in kürze als Kooperationspartner begrüßen können.

Wir setzen uns auch im nächsten Jahr für einen Ausbau der Kultur-Flatrate ein und wollen neue Kooperationspartner in Bochum und dem Ruhrgebiet finden.

E-Sport an die Uni bringen!

Große Turniere wie etwa die EM erfreuen sich hoher Beliebtheit bei den Studierenden. Es wird Zeit im 21. Jahrhundert anzukommen und den Fokus auf große E-Sports Veranstaltungen zu legen.

Hierfür sollen über den AStA regelmäßige Befragungen der Studierenden stattfinden, um euch Das anzubieten was ihr sehen wollt.

Wir möchten Veranstaltungen im Kulturcafé zu großen E-Sports Events organisieren.

Wer sich E-Sport anschaut, Spielt auch meist

Der AStA hat in letzter Zeit einige Turniere wie etwa den RUB- Cup oder das Schachturnier ausgetragen.  Bei großer Nachfrage von E-Sports Events liegt es nahe, dass auch Interesse an AStA organisierten LAN-Partys besteht.

Im Zuge der Forderung mehr E-Sport an der Uni wollen wir LAN-Partys und größere Events über den AStA organisieren.

Die Uni, das bist du!

Die Uni ist Beton. Sie ist langweilig, deprimierend und öde, außer du änderst es!

Engagiere dich, damit der Campus ein besserer, schönerer und interessanter Ort wird.

Um dich dabei zu unterstützen, muss die Studierendenschaft auch weiterhin studentische Projekte und Initiativen fördern.