Programm 2016

Das Wahlprogramm der Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure Bochum zur Wahl des 49. Studierendenparlamentes der Ruhr-Universität Bochum

NAWI – Pragmatische Politik seit 2009

Wir von der NAWI gestalten seit unserer Gründung das studentische Leben aktiv mit. Mit unseren Partnern (GeWi, ReWi, IL, Juso HSG) haben wir uns in den letzten Jahren für deine Interessen eingesetzt und viel geschafft. Es gibt aber auch noch viel zu tun.

Unser Grundsatz heißt Pragmatismus. Wir sorgen dafür, dass dein Sozialbeitrag (insgesamt über eine Million Euro) weiterhin nicht bei hochschulfernen Projekten landet. Die Studierendenschaft darf nicht von allgemeinpolitischen Parteien instrumentalisiert werden und muss eine starke Vertretung für alle Studierende sein. Wir als NAWI treten klar als unabhängige und außerhalb des politischen Spektrums stehende Hochschulgruppe zur Wahl an. Es ist dabei zu unterstreichen, dass wenn unsere Meinung zu einem Thema gebildet wurde, diese keinesfalls festgefahren und unverrückbar ist, sondern jederzeit hinterfragt und von Grund auf neu diskutiert werden kann.

In den letzten AStA-Jahren mit NAWI-Beteiligung haben wir für mehr Transparenz in der Arbeit der Studierendenvertretung gesorgt. Es ist uns wichtig, dass das so bleibt.  Außerdem wirst du durch unser Motto „Von Studies für Studies“  stets im Mittelpunkt unserer Hochschularbeit stehen.

1. Es ist dein Studium – Es geht um dich.

Studieren, mit Wahlfreiheit

Auf dem Arbeitsmarkt zählen nicht nur gute Noten und Fachwissen. Du sollst immer mehr unter den anderen Bewerbern herausstechen und einen besonderen Nutzen für das Unternehmen haben. Die RUB hat bereits gute Ansätze wie das Leitbild Lehre, den Optionalbereich, den Intensive Track oder inSTUDIES.
Im Jahr 2015 wurde der Optionalbereich – auch auf Druck von ASten mit NAWI-Beteiligung – reformiert und zu einem Profilsystem umstrukturiert. Im Profil Praxis ist es jetzt möglich bis zu 5 CP für ehrenamtliche Arbeit angerechnet zu bekommen.

Wir fordern, dass der Optionalbereich in alle Studiengänge der RUB integriert wird.

Studieren, nicht Warten

Die Anmeldung zu manchen Lehrveranstaltungen stellt bereits eine Farce dar. Das Anmelden zu Pflichtverantaltungen darf weder vom Losglück noch von der frühestmöglichen Aufstehzeit abhängen.

Wir fordern, dass alle Lehrveranstaltungen in ausreichendem Maße angeboten werden. Außerdem muss das Zuteilungsverfahren verbessert werden, sodass Überschneidungen reduziert. Wir setzen uns ein für ein Tauschsystem für Seminarplätze.

Studieren, mit Kind

Das Studieren mit Kind stellt eine große Herausforderung dar. Insbesondere fehlt es an Betreuungsplätzen und familiengerechten Studienbedingungen.
Deshalb haben wir im letzten AStA mit unserer Koalition die Projektstelle für Studierende mit Kind(ern) geschaffen. Aber es gibt noch viel mehr zu tun.

Wir fordern ausreichende Betreuungsplätze für alle Kinder von Studierenden. Des Weiteren unterstützen wir Initiativen wie Unizwerge e.V.

Studieren, ohne Einschränkungen

Die ersten Schritte in Richtung des von der NAWI geforderten Referates für Studierende mit Behinderungen und sämtlichen Beeinträchtigungen sind gemacht. Jedoch ist das Studium an der RUB ist in vielen Fällen, sei es das barrierefreie Erreichen von Gebäuden und Seminarräumen oder des gesamten Campus nach 20 Uhr, nach wie vor nicht möglich.

Wir fordern eine barrierefreie RUB und wollen weiterhin mit dem Autonomen Referat eng zusammenarbeiten.

Lernen, wann du willst

Das Studium kann längst nicht mehr wie eine 40-Stunden-Woche wahrgenommen werden. Dies hat unterschiedliche Gründe wie Jobben neben dem Studium, Praktika, die Pflege oder Betreuung eines Angehörigen oder Kindes, oder auch schlichtweg unterschiedliche Lieblingslernzeiten. Es soll dir daher nicht vorgeschrieben werden, wann und wo du lernst.

Wir fordern mehr offene Lernräume, längere Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek und Aufzeichnung von mehr Vorlesungen.

Studieren, auch neben dem Job

Viele Studierende können aus privaten oder finanziellen Gründen Ihr Studium nicht in Vollzeit wahrnehmen, obwohl sie in einem Vollzeit-Studiengang eingeschrieben sind. Eine entsprechende Verlängerung der Studienzeit ist die Folge, die auf Bescheinigungen ausgedrückt wird und eine niedrigere Wertigkeit auf dem Arbeitsmarkt nach sich zieht. Abhilfe schaffen würde ein Teilzeitstudium, das lediglich eine Verlängerung der Regelstudienzeit beinhalten würde. Hierzu müssten außerdem Veranstaltungen sowohl vormittags oder nachmittags angeboten werden.

Wir fordern ein dynamisches Teilzeitmodell, dass mehr Menschen ein Studium ermöglicht.

Studieren, an drei Unis

Sei es, dass du einfach eine interessante Veranstaltung an einer anderen Hochschule besuchen möchtest oder die Lehrveranstaltung an einer anderen Hochschule andere, für dich interessantere Schwerpunkte setzt, die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) stellt einen ersten Schritt in die richtige Richtung dar. Dabei wird die Qualität der Studiengänge durch die Akkreditierung sichergestellt.

Wir setzen uns dafür ein, dass du Veranstaltungen an der Uni Duisburg-Essen und der TU Dortmund besuchen kannst.

Studieren, auch für Lehrende

Einige Lehrende sind didaktisch nicht gut ausgebildet oder sehen die Forschung, nicht die Lehre, als ihren einzig wahren Arbeitsschwerpunkt. Dies führt zu didaktisch schlechten Lehrveranstaltungen und zu schwer nachvollziehbaren Vorlesungen.

Wir fordern didaktische Fortbildungen für alle Lehrenden und setzten uns in diesem Zusammenhang für eine studentische Evaluation der Lehrveranstaltungen ein.

Studieren, next Generation

Die Ruhr-Universität Bochum bietet ein vielfältiges e-Learning Angebot an. Dennoch gibt es viele Veranstaltungen, in denen dieses Angebot nicht nutzbar ist. Teilweise ist es noch in einigen Fällen nötig sich ein teures Skript zu kaufen.

Wir fordern, dass alle Skripte in digitaler Form und zum Selbstausdruck kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Es muss die Entscheidung der Studierenden sein in welcher Form sie Lehrmaterial nutzen wollen.

2. Unsere Uni soll schöner werden.

W-LAN für Alle!

Die Qualität und die Abdeckung der W-LAN-Verbindung an der RUB ist in den letzten Semestern langsam verbessert worden. Wir haben den W-LAN-Ausbau in den letzten Jahren kritisch begleitet und durch Hinweise auf schlechte Verbindungen und Störungen vorangetrieben. So gibt es jetzt zum Beispiel bessere W-LAN-Abdeckung in der Universitätsbibliothek. Außerdem wurden vom Land die Mittel für 720 neue Zugangspunkte bewilligt.

Wir fordern weiterhin einen verstärkten und schnelleren Ausbau des W-LAN an der RUB und möchten im AStA einen W-LAN-Melder für den ganzen Campus einrichten.

Moderner Campus für Alle!

Der Abriss der Gebäude IA und IB und der Bau des ZEMOS- und des GD-Gebäudes sind begonnen bzw. stehen an. Weiterhin ist die Modernisierung des Gesamtcampus das langfristige Ziel der RUB.

Wir fordern von der Uni und dem BLB die Berücksichtigung der Interessen aller Studierenden bei der Modernisierung unseres Campus. Wir fordern mehr Lernräume, mehr Räume für Initiativen und studentische Kultur.

3. Besser mobil.

Fahrradfahren ist super!

Die Einführung des Fahrradleihsystem metropolradruhr war eines der Projekte der NAWI, und die Zahlen sprechen für sich: Seit der Einführung nutzten über 6.000 Studierende das System mit über 55.000 Fahrten. Das Projekt ist ein voller Erfolg!

Weiterhin muss das Fahrradleihsystem metropolradruhr ausgebaut werden und günstig für die Studierenden nutzbar sein.

(Als Nächstes wird die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt vorangetrieben. Hierzu wurden bereits die Grundlagen geschaffen, damit Studierenden die Möglichkeit haben, auf dem Campus ihr Fahrrad zu reparieren, reparieren zu lassen, Zubehör zu erwerben und zu leihen. Die Fahrradwerkstatt soll zentraler Anlaufpunkt für alle Fragen zu studentischer Mobilität werden. Außerdem ist es für uns wichtig, dass die Fahrradwege an und zu der Universität weiter ausgebaut und verbessert werden).

Carsharing ist super!

Viele Studierende an der RUB können sich kein eigenes Auto leisten. Ihnen fällt es schwer gelegentlich größere Einkäufe zu tätigen oder Umzuziehen. Die derzeit angebotenen Carsharing oder Autoverleiher stellen insbesondere für jüngere Studierende hohe Ansprüche und verlangen entsprechend höhere Gebühren.
Deshalb sind wir in den letzten beiden Jahren in Kooperation mit den Anbietern CiteeCar und Studibus getreten. CiteeCar ist mittlerweile ein etabliertes Carsharing-System und wird von vielen Studierenden genutzt. Studibus bietet Transporter zu kleinen Preisen für Studierende an und startet nun das Angebot in Bochum

Wir setzen uns für einen Ausbau der beiden Carsharing-Projekte ein und versuchen weiterhin günstige Tarife für Studierende nutzbar zu machen.

4. Besser Wohnen.

Die Wohnheim-Evolution

Der Wohnungsbestand bei den Wohnheimen des AkaFö ist in vielen Fällen nicht mehr Stand der Technik. Wir sehen großen Modernisierungsbedarf von Küchen, Toiletten, Heizungs- und Lichtanlagen. Daraus folgen gestiegene Nebenkosten durch zu alte Ausstattung und die Sorge vor steigenden Mieten durch die Modernisierung.

Wir fordern eine Modernisierung der Immobilien des AkaFö und setzen uns beim Land für eine Anpassung der Subventionen an die erhöhte Studierendenzahl ein.

5. Besser leben.

Partys, Partys, Partys

Das KulturCafé bietet bereits für kleinere Partys Raum, für größere Veranstaltungen bietet sich die Mensa an. Jedoch sind die Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungsorte seit 2007 und die Hygienestandards der „neuen“ Mensa für Fachschaften alleine quasi unerfüllbar. Deshalb finden Studi-Partys häufig in Discos an abgelegenen Orten statt.

Es müssen wieder Partys auf dem Campus gefeiert werden!

Kultur, Kultur, Kultur

Das Projekt Theater-Flatrate gemeinsam mit dem Schauspielhaus Bochum ist angelaufen und kann im ersten Semester als Erfolg verbucht werden. Im Vergleich zu den Kulturangeboten anderer Studierendenschaften ist jedoch Nachholbedarf festzustellen. Deshalb haben wir im Jahr 2015 daran gearbeitet, den Studienkreis Film und das Theater an der Rottstraße 5 in die Flatrate aufzunehmen (Stand Dezember 2015: Letzte Änderungen am Vertrag werden vorgenommen).

Wir setzen uns auch im nächsten Jahr für einen Ausbau der Kultur-Flatrate ein und wollen neue Kooperationspartner in Bochum und dem Ruhrgebiet finden.

6. Die Uni, das bist du!

Die Uni ist Beton. Sie ist langweilig, deprimierend und öde, außer du änderst es!

Engagiere dich, damit der Campus ein besserer, schönerer und interessanter Ort wird.

Um dich dabei zu unterstützen, muss die Studierendenschaft auch weiterhin studentische Projekte und Initiativen fördern.